Tag der Demokratie
Am 06. Mai 2025 fand an der Constantin-Vanotti-Schule der Tag der Demokratie statt. Ziel dieses Tages war es, die Bedeutung demokratischer Werte für das gesellschaftliche Zusammenleben bewusst zu machen und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv mit verschiedenen Facetten der Demokratie auseinanderzusetzen.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Auftakt in der Aula. Professor Dr. Hurka von der Zeppelin Universität Friedrichshafen hielt einen spannenden Impulsvortrag.
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, an zwei von insgesamt zwölf vielfältigen Workshops teilzunehmen. Zur Auswahl standen Themen wie:
- Entstehung des Grundgesetzes
- Umgang mit Hasskommentaren
- Menschenrechte
- Debattiergrundlagen
- Fake News
- 2000 Jahre Demokratie
- Virtuelle Spurensuche im Anne-Frank-Haus
- Zeichen setzen – Kunst und Demokratie
- Demokratie im Spiel umgesetzt
- Demokratie weltweit
Darüber hinaus wurde in drei Klassenzimmern der preisgekrönte Film Schindlers Liste gezeigt, der eindrücklich an die Verantwortung erinnert, die jede Generation für den Schutz der Menschenwürde trägt.
Die Vielfalt der Angebote spiegelte die Vielschichtigkeit des Themas wider: Während sich einige Workshops mit historischen Grundlagen beschäftigten, nahmen andere aktuelle Herausforderungen wie Hasskommentare im Netz oder den Umgang mit Fake News in den Blick. Praktische und kreative Ansätze – etwa beim Workshop „Kunst und Demokratie“ – rundeten das Programm ab.
Workshop: Virtuelle Spurensuche – Das Anne Frank Haus und seine Geschichte
Wie fühlt es sich an, in ständiger Angst vor Entdeckung zu leben? Dieser Frage gingen die Teilnehmenden des Workshops „Virtuelle Spurensuche – Das Anne Frank Haus und seine Geschichte“ im Rahmen des Tags der Demokratie nach. Mithilfe der VR-Anwendung Anne Frank House VR erkundeten sie das berühmte Hinterhaus in der Prinsengracht 263 in Amsterdam – den Ort, an dem sich Anne Frank, ihre Familie und vier weitere Menschen zwischen Juli 1942 und August 1944 vor den Nationalsozialisten versteckten.
Die Niederlande waren von Mai 1940 bis Mai 1945 von Deutschland besetzt. Die virtuelle Erfahrung ermöglichte einen eindrucksvollen Einblick in das Leben im Versteck und regte zur intensiven Auseinandersetzung mit Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung und Erinnerungskultur an. In einer gemeinsamen Diskussion wurde erörtert, welche Bedeutung Orte der Erinnerung für das historische Lernen haben und wie digitale Medien wie Virtual Reality helfen können, Geschichte und Demokratiebildung nicht nur zu vermitteln, sondern erfahrbar zu machen. Als sichtbares Zeichen gestalteten die Teilnehmenden außerdem eine "Wand des Gedenkens" an Anne Frank und weitere Verfolgte, die anschließend im Schulhaus ausgestellt wurde.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Keim, Frau Schweizer, Herrn Chrobok für eure Unterstützung und an alle Teilnehmenden für eure wertvollen Beiträge

