Erasmus Bordeaux

Mit dem Erasmus+ Programm drei Wochen in Bordeaux
Ein Praktikumsbericht von Amelie Rieger und Josepha Ott


Praktikumsbetriebe:
• Josepha Ott: Jardin d’Ethan (Obst- und Gemüseladen), Bordeaux (Frankreich)
• Amelie Rieger: UniversalMedica (Unternehmen für medizinische Produkte), Bordeaux (Frankreich)
Zeitraum: 24. August bis 14. September 2024
Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatten wir die Möglichkeit, drei Wochen in Bordeaux ein Praktikum zu
absolvieren. Dank der Unterstützung durch die Organisation „Cap Ulysse“, die uns während des gesamten Aufenthalts
betreut hat, konnten wir berufliche Erfahrungen sammeln, eine neue Kultur kennenlernen und uns persönlich
weiterentwickeln.
Tätigkeiten während des Praktikums
Josepha Ott:
Während meiner Zeit bei Jardin d’Ethan hatte ich eine Vielzahl von Aufgaben, die den Alltag in einem
Lebensmittelgeschäft sehr abwechslungsreich machten. Jeden Morgen haben wir frische Waren angenommen, sortiert
und in die Regale eingeräumt. Außerdem haben wir für die umliegenden Restaurants und Supermärkte frisches Obst
und Gemüse vorbereitet und anschließend auch ausgeliefert. Ich durfte des Weiteren Kunden auf Französisch beraten
und sie beim unterstützen. Besonders spannend war es, an der Kasse zu arbeiten und den Kontakt mit vielen
unterschiedlichen Menschen zu erleben. Dabei habe ich nicht nur meine Französischkenntnisse verbessert, sondern
auch gelernt, in einem französischen Laden zu arbeiten.
Amelie Rieger:
In meinem Unternehmen war ich eine Ansprechpartnerin für Kunden, wenn es Probleme mit medizinischen Produkten
gab. Meine Hauptaufgaben bestanden darin, Sammlungen und Verwaltung von Vigilanzfällen auszuführen. Ebenso
habe ich gelernt mit verschiedenen Computerprogrammen zu arbeiten und durfte auch einige Telefonate der Firma auf
Deutsch und Französisch tätigen. Hinzufügend habe ich sowohl gelernt mich in ein Arbeitsteam einzubringen, als auch
selbstständig zu arbeiten. Besonders interessant war es, Einblicke in die Abläufe eines französischen Unternehmens
zu erhalten und einen Einblick in den Gesundheitssektor zu bekommen.
Besondere Erlebnisse
Zu Beginn unseres Aufenthalts verbrachten wir einige Tage in Arcachon, einem sehr schönen Nachbardorf von
Bordeaux. Dort hatten wir Zeit, die Umgebung zu erkunden und uns an die neue Kultur und Sprache zu gewöhnen.
Ein besonderes Highlight war unser Ausflug zur Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas. Der Blick über die
endlosen Sandlandschaften und das Meer war atemberaubend, und wir verbrachten dort einen wunderschönen Tag.
Auch der Besuch von Saint-Émilion, einer weltberühmten Weinregion, war ein unvergessliches Erlebnis. Dort erfuhren
wir viel über die Geschichte der Region und die Weinherstellung.
Herausforderungen
Josepha:
Für mich war eine besondere Herausforderung die Arbeit mit den Kunden bei Jardin d’Ethan, da viele Fachbegriffe im
Französischen neu für mich waren. Außerdem musste ich alle Namen mit dem genauen Preis und dem Aussehen des
Obst und Gemüse lernen, was mir ein bisschen schwerfiel, da es um die 150 Produkte waren und für mich viele
Produkte gleich gleich aussahen. Doch mit der Unterstützung meiner Kollegen fiel es mir immer leichter und wurde
immer sicherer im Umgang mit der Sprache und den Produkten.
Amelie:
Anfangs war es für mich eine Herausforderung, mich in die verschiedenen Programme selbstständig einzuarbeiten.
Außerdem war eine präzise Dokumentation der Vigilanzfälle sehr wichtig. Dies viel mir sehr schwer aufgrund fehlender
medizinischen Grundkenntnissen und Fachbegriffen.
Gastfamilien und interkulturelle Erfahrung
Während unseres Aufenthalts lebten wir bei einer älteren, sehr netten Frau, die uns sehr herzlich aufgenommen hat.
Der Alltag in einer französischen Familie war für uns eine neue, bereichernde Erfahrung. Wir schätzten die vielen
Gespräche bei den gemeinsamen Mahlzeiten, in denen wir nicht nur unser Französisch verbesserten, sondern auch
viel über die französische Kultur lernen konnten.
Wir durften wir viele nette Menschen in Bordeaux ,während unserer Arbeit und in unser Gastfamilie kennenlernen. Oft
waren wir nach der Arbeit, oder an unseren freien Tagen unterwegs und sind vielen netten Menschen begegnet, mit
denen wir uns auf französisch unterhalten konnten.
Persönliches Fazit
Die drei Wochen in Bordeaux dank Erasmus+ waren für uns beide eine unglaublich
bereichernde Zeit, in der wir nicht nur beruflich, sondern auch persönlich viel gelernt haben.
Das Arbeiten in einem fremden Land hat uns gezeigt, wie wichtig Flexibilität, Offenheit und
Teamarbeit sind.
Neben den beruflichen Erfahrungen haben uns die kulturellen Ausflüge, wie zur Dune du
Pilat und nach Saint-Émilion, besonders gut gefallen. Diese Erlebnisse haben uns gezeigt,
wie viel es noch zu entdecken gibt und uns motiviert, auch in Zukunft international tätig zu
sein. Wir können uns beide vorstellen nochmals für eine längere Zeit nach Frankreich zu
gehen und vielleicht sogar weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln.
Abschließend möchten wir uns herzlich bei Cap Ulysse sowie unseren Lehrerinnen und
Betreuern bedanken, die uns bei der Organisation und Durchführung unterstützt haben. Wir
können jedem, der die Möglichkeit hat, ein Auslandspraktikum zu machen, nur dazu raten –
es ist eine Erfahrung, die man nie vergisst.
Amelie Rieger und Josepha Ott