Erasmus Irland

 

Erasmus + Kurs: Wellbeing in schools

Das Versprechen des Kurses war „you will learn a lot of tips to do educational magic because being a teacher is such a magical thing”.

Als zwei erfahrene Kolleginnen, waren wir (Gabriele Schrodin und Nicole Czerwoniak) gespannt, was Neus Gonzalez uns beibringen wollte, um ein positives Lernklima herzustellen und das Engagement unserer Schüler*innen zu fördern. Als ausgebildete Psychologin mit einem weiteren Abschluss in emotionaler Intelligenz und positiver Psychologie war sie die perfekte Trainerin für dieses Anliegen.

Sie hat uns Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation dargestellt und Methoden gelehrt, mit denen man Schüler*innen helfen kann, emotionales Wohlbefinden aufzubauen. Nuez hat ihr Versprechen gehalten und uns im Lauf der Woche viele schöne tools mit auf den Weg gegeben, die genau das zu erreichen versuchen: eine positive Grundstimmung im Klassenzimmer herzustellen, Vertrauen aufzubauen und Menschen menschlich sein zu lassen.

Einige Übungen (ja, wir haben alle vorgestellten Übungen auch selbst durchgeführt!) erforderten sehr viel Vertrauen in die Gruppenmitglieder und ein wenig Überwindung, denn man hat sich und seine Gefühle exponiert.

Besonders schön war der Austausch mit den Kolleginnen aus anderen europäischen Ländern (Estland, Slowenien, Kroatien, Polen). In Estland zum Beispiel gibt es tatsächlich Personen im Schulsystem, die ausschließlich für die Schulentwicklung angestellt sind und die an solchen Kursen teilnehmen, um neue Ideen kennenzulernen und dann auch sofort in ihrem System umsetzen können, wenn sie diese für gut befinden. Die beiden Estinnen haben während der Woche schon nebenbei begonnen, ein Schulkonzept zu erstellen, das die neuen Erkenntnisse mit einbezieht. Schade nur, dass wir als Lehrer*innen in Deutschland wenig Einflussmöglichkeiten auf eine solche Umstellung haben.

Neus hat uns daran erinnert, dass wir eine wichtige Rolle, gerade auch in der emotionalen Entwicklung spielen:

Und interessanterweise sind wir für diese Schlüsselkompetenz wenig bis gar nicht ausgebildet worden. Viele der vitalen Elemente, die für das Wohlbefinden an Schulen notwendig wären, sind leider nicht gegeben. So ist ein zentrales Element, die emotionale und soziale Unterstützung, von den wenigen dafür ausgebildeten Schulsozialarbeiter*innen und Beratungslehrer*innen in einem Kollegium kaum leistbar. Aber genau diese Empathie, die Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Schulgemeinschaft  herstellen kann und die Möglichkeit zu persönlichem Wachstum, hat wenig Raum sich zu entwickeln, wo Stoffvermittlung und Abschlüsse im Vordergrund stehen.

Was also brauchen Schüler*innen? Zusammengefasst in 2 Worten:

Feel love!