| Gespannt auf „Rakott krumplli“ Ungarische Praktikantinnen am Bodensee Eine schöne Tradition setzen die beiden kochenden Ungarinnen Brigitta Kovάcs und Klaudia Szöllösi fort, die in der Bodenseeregion gastronomische Auslandserfahrungen sammeln: Als Abschluss ihrer Ausbildung absolvieren bereits im dritten Jahr Auszubildende der „Karoly-Robert Fachmittelschule“ aus Gyöngyös in Ungarn ein Berufspraktikum hier in der Region. Als angehende Köchin ist Brigitta Kovάcs für vier Wochen beim „Berghotel Baader“ in Heiligenberg zu Gast, während Klaudia Szöllösi als Servicekraft das Team der Familie Vögele im „Landgasthof zum Adler“ in Lippertsreuthe unterstützt. Vom Engagement der beiden Ungarinnen sind beide Gastronomen angetan: „Wir spüren, dass die ihre Arbeit gerne machen“, meint Peter Vögele vom „Adler“. - „Man kann Praktikanten nicht als feste Arbeitskräfte einplanen, aber ihre Arbeit klappt sehr gut – und das Wichtigste ist, dass die `Chemie` stimmt!“ Clemens Baader vom „Berghotel Baader“ hebt hervor, dass Brigitta Kovάcs „einen stärkeren Bezug zu ihren Aufgaben als andere Koch-Praktikanten“ habe. „An jedem Tag probiert sie mit dem Koch ein neues Gericht aus und lernt mindestens 20 neue Vokabeln.“ |
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![]() | Der Aufenthalt der ungarischen Gastschülerinnen wird durch das LEONARDO DA VINCI-Programm für berufliche Bildung gefördert: Dieses Programm der Europäischen Union unterstützt die Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
Seit fast 20 Jahren hält ihre Lehrerin und Betreuerin Hilda Kuzbelt-Daskalopoulos Kontakt zur Constantin-Vanotti-Schule Überlingen. Auf deutscher Seite koordinieren Simone Dziedzitz und Uwe Kochendörfer von der CVS den Austausch mit der ungarischen Schule.
Hilda Kuzbelt-Daskalopoulos: „Das Ziel des Austausches ist es, dass sich die Praktikantinnen sowohl sprachlich als auch beruflich weiterentwickeln.“ Um möglichst gut auf die Bodenseeregion vorbereitet zu sein, investierte die Deutschlehrerin als Vorbereitung neben dem Unterricht zusätzlich mehr als 50 Stunden in Sprache, Landeskunde und Kartenkenntnis. |
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Außer den anfänglichen sprachlichen Hürden gab es für Klaudia Szöllösi somit nur wenig Unvorhergesehenes, da alle Mitarbeiter und Gäste „sehr nett und hilfsbereit seien“. Brigitta Kovάcs verwunderte zunächst, „dass in Deutschland mit so viel Soße und viel weniger Fleisch gekocht wird als in Ungarn“. Die Bodenseeküche erweitern die beiden Praktikantinnen durch ungarische Gerichte erweitern: Klaudia wird Lecsó kochen (ein Schmorgericht der ungarischen Küche aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln) - mit „Rakott krumplli“ (geschichteten Kartoffeln) plant Brigitta im Berghotel Baader eine weitere ungarische Spezialität. Die Desserts der beiden Restaurants haben es den beiden Praktikantinnen besonders angetan: Während Brigitta Kovάcs vom Baaderschen Schokoladenparfait schwärmt, ist der Favorit von Klaudia Szöllösi eine Crème brûlée aus dem „Adler“. Eine weitere ungarische Auszubildende musste ihr geplantes Praktikum beim „Hofgut Lugenhof“ am Überlinger Golfhotel leider kurzfristig absagen. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Gastronomen soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden“, meint Schulleiter Joachim Maurer von der Constantin-Vanotti-Schule. „Wünschenswert wäre es, den Austausch mit der Karoly Robert Fachmittelschule in den nächsten Jahren auch wieder auf andere Schularten wie das Wirtschaftsgymnasium auszuweiten“. | ![]() |
| "Károly Róbert" Fachmittelschule für Handel, Gastronomie Tourismus und Wirtschaft für ca. 800 SchülerInnen. Gyöngyös liegt am Fuße des Mátragebirges, etwa 80 km weit nordöstlich von der ungarischen Hauptstadt Budapest entfernt. www.kerigyongyos.hu |



